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„Insel der Gestrandeten“
TV-Film (SR, 30 min)
über Bootsflüchtlinge
und Diskussion
Saarbrücken, Filmhaus, Mainzerstr. 8
Mittwoch, 29. Februar 2012, 20.00 Uhr
Eintritt frei |

Naiem Mohammadi kam übers Meer nach Europa – unter Lebensgefahr.
Der Bootsflüchtling kam vor acht Jahren aus Afghanistan auf die
griechische Insel Lesbos.
Foto: Saarländischer Rundfunk |
Statt Eintritt bitten wir um Spenden für die Initiative www.boats4people.org , die sich für die Rettung von Bootsflüchtlingen einsetzt.
Nach dem Film Diskussion mit:
Norman Striegel - Filmautor, SR
Samer Naseem - Pakistan, Flüchtlingslager Lebach
Roland Röder - Saarl. Flüchtlingsrat, Aktion 3.Welt Saar
Veranstalterinnen:
Saarländischer Flüchtlingsrat, Kaiser Friedrich Ring 46, 66740 Saarlouis, Telefon 06831 – 4877 – 938
Aktion 3.Welt Saar, Weiskirchener Str. 24, 66679 Losheim am See, Telefon 06872 – 9930-56, mail@a3wsaar.de, www.a3wsaar.de
in Zusammenarbeit mit dem Filmhaus Saarbrücken und mit Unterstützung der Stiftung Demokratie Saarland
Norman Striegel erzählt in seinem SR-Film (ARD, 14.8.2011) die Geschichte von Flüchtlingen, die per Boot auf der griechischen Insel Lesbos landen. Sie haben überlebt. Viele, mit denen sie die Flucht antraten, nicht. Naiem Mohammadi floh vor acht Jahren aus Afghanistan durch die Türkei und übers Meer nach Griechenland. Ein ergreifendes Schicksal, das die Abschottungs- und Abschreckungspolitik der Europäischen Union gegenüber Flüchtlingen greifbar macht.
Flüchtlinge sind in der EU unerwünscht. Dafür sorgt im Mittelmeer die europäische Agentur Frontex mit militärischen Mitteln. Und während der Schengener Vertrag in der öffentlichen Wahrnehmung für Freizügigkeit steht, gilt diese für Flüchtlinge noch lange nicht. Frontex wie das System Schengen stehen für das hohe Aggressionspotential europäischer Flüchtlingspolitik: 17.738 Flüchtlinge sind zwischen 1988 und August 2011 an den Grenzen Europas ums Leben gekommen: Ertrunken, verdurstet, Selbstmord. An sie erinnert kein Denkmal. In den Reden über die Freiheiten Europas tauchen sie nicht auf.
Wenige haben es bis Deutschland geschafft. Im Saarland leben sie unter anderem im Flüchtlingslager Lebach. Oft jahrelang und perspektivlos und von Landesregierung und Verwaltung so gewollt. Die „Versorgung“ geschieht aus Lebensmittelpaketen. Deshalb setzen sich der Saarländische Flüchtlingsrat und die Aktion 3.Welt Saar für eine Schließung des Lagers Lebach ein. Beide Organisationen fordern Wohnungen statt Lager und Geld statt Sachleistungen.
Zum Hintergrund ein Artikel aus der FAZ